Sonntag, 2. August 2020

Melania Trump über Arbeitslose: „Sollen sie doch Rosen pflanzen!"


In Amerika herrschen bürgerkriegsähnliche Zustände. Militärs werden gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt. Die örtlichen Gouverneure sind machtlos. In dieser Zeit eskalierender Gewalt erscheint die First Lady der großen amerikanischen Nation mit einer Lösung, die zur Zeit von Woodstock schon einmal probiert wurde: Lasst uns den Aufruhr mit Blumen bekämpfen! Mehr dazu im Artikel




Washington D.C. – Amerika hat momentan eine Vielzahl von Problemen. Bewaffnete Truppen invadieren die Großstädte, ignorieren die lokalen Behörden und werfen auf eigene Faust Granaten auf Demonstrierende. Die Infektionszahlen bei Corona nähern sich der Fünfhunderttausend-Millionen-Grenze – und Menschen erreichen die Krankenhäuser nicht, weil die Straßen von Demonstrationen und Bürgerkrieg verstopft sind.

Diese Demonstrationen sowie die Unmöglichkeit, bei Atemnot rechtzeitig das Krankenhaus zu erreichen, sind laut Donald Trump der wahre Grund dafür, dass die Todeszahlen bei der Pandemie inzwischen explodieren. Er plädiert für mehr „versehentliche“ Fehlschüsse auf schwerst Erkrankte, um dadurch die Corona-Statistiken zu bereinigen. Eine steigende Anzahl von Toten durch Waffenunfälle, so zeigt die Vergangenheit, verkraftet Amerika weit besser als eine globale Pandemie.

In dieser Zeit von Chaos und Aufruhr findet die amerikanische First Lady den Schlüssel, um die aufgebrachten Gemüter und die zutiefst maskulin geprägte Zurschaustellung von Gewalt und phallischen Schlaginstrumenten im Kampf gegen Demonstrationen und Gerechtigkeit auf das rechte Maß zurechtzustutzen. Sie setzt auf Rosenduft im Kampf gegen den Erschöpfungsschweiß zusammenbrechender Pflegekräfte und Schießpulver auf den Demonstrationsplätzen in Städten, die von Trumps politischen Gegnern regiert werden.

Weibliche Tugenden wie Häuslichkeit und Liebe zum eigenen Garten bilden einen notwendigen Gegenpol zu der für den republikanischen Machterhalt nötigen männlichen Gewalt, erklärt Trump im Interview. Wer als Hausfrau seiner Familie jeden Tag Biomüsli mit Äpfeln aus dem eigenen Garten vorsetzt, leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Gesunderhaltung der Nation. Ein Blumenstrauß wohlduftender Orchideen und Rosen, ebenfalls aus dem eigenen Hinterhof gepflückt, sorgt für eine behagliche Note und verhindert Gewalt und Frustration auf den Straßen.

Wie einst Marie Antoinette beweist auch Melania Trump ein bestechendes Gespür für die Nöte der einfachen Menschen, die durch die coronabedingte Wirtschaftskrise ihre Jobs und dann auch ihre Wohnungen verlieren:

„Wenn sie keine Arbeit haben, sollen sie doch Rosen pflanzen!“


Autorin: Hanna Aden

Bilder (verändert):
1) dsgetch, CC BY 2.0
2) The White House, Public Domain
3) pixabay.com, Lizenzfrei


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